October 1, 2026
Pilates oder Krafttraining - was ist eigentlich besser?
Als Pilates-Trainerinnen könnten wir an dieser Stelle natürlich einfach antworten: Pilates. Doch wenn wir einen Blick auf die Trainingswissenschaft und die aktuellen Bewegungsempfehlungen werfen, fällt die Antwort deutlich spannender aus. Die Frage „Pilates oder Krafttraining?“ enthält nämlich bereits einen kleinen Denkfehler: Die beiden sind nicht automatisch Gegensätze. Pilates kann sehr wohl kräftigendes Training sein. In diesem Beitrag erklären wir, warum.

Was macht eine Übung überhaupt zu einer kräftigenden Übung?
Deine Muskulatur weiß nicht, ob du gerade an einem Pilateskurs teilnimmst, am Gerät im Fitnessstudio trainierst oder dein Kind vom Boden hochhebst. Sie reagiert schlicht auf Belastung und Widerstand. Muss sie gegen die Schwerkraft, das eigene Körpergewicht, ein Miniband, einen Pilatesball oder ein zusätzliches Gewicht arbeiten, entsteht ein muskulärer Trainingsreiz. Wie groß dieser Reiz ausfällt, hängt unter anderem von diesen Faktoren ab:
– wie hoch der Widerstand ist
– wie anspruchsvoll die Übung für dich persönlich ist
– wie viele Wiederholungen du ausführst
– wie lang der Hebel ist
– wie groß der Bewegungsumfang ist
– wie nah deine Muskulatur an Ermüdung kommt
– und wie das Training über längere Zeit gesteigert wird.
All diese Stellschrauben lassen sich auch im Pilates verändern. Wenn du dich in einem unserer Workouts schon einmal gefragt hast: „Warum brennt mein Po bitte so?!“, dann hast du ziemlich deutlich gespürt, dass deine Muskulatur arbeitet. Pilates kann also durchaus Krafttraining sein.

Was unterscheidet Pilates von klassischem Krafttraining?
Im Pilates verbinden wir Kraft und Beweglichkeit. Das Training lässt sich vielfältig gestalten, der Fokus liegt mal stärker auf der Kraft, mal stärker auf der Beweglichkeit. Die Basis bleibt dabei immer gleich: bewusste Atmung und Core-Arbeit. Klassisches Krafttraining dagegen zeichnet sich vor allem durch Bewegung gegen einen Widerstand aus. Genau hier lassen sich beide Ansätze wunderbar kombinieren. Auch beim Krafttraining kannst du Atmung, Beckenboden- und Bauchaktivierung aus dem Pilates bewusst mitnehmen.
Umgekehrt lässt sich die Belastung im Pilates ebenfalls steigern, teilweise nur über andere Stellschrauben, zum Beispiel durch:
- einen längeren Hebel
- mehr Widerstand
- zusätzliche Gewichte oder Bänder
- einen größeren Bewegungsumfang
- mehr Wiederholungen
- eine anspruchsvollere Übungsvariante
- eine veränderte Bewegungsgeschwindigkeit
Unser Ansatz: das Beste aus beiden Welten
Deshalb wollen wir Pilates nicht durch Krafttraining ersetzen. Wir möchten das, was wir am Pilates lieben, mit gezielt gesetzten Kraftreizen verbinden:
- kontrollierte Bewegung und Körperwahrnehmung
- bewusste Atmung sowie Core- und Beckenbodenaktivität
- plus Widerstand, Ganzkörperkräftigung und Progression
Dazu gehören Übungen, die dich auf die Anforderungen deines Alltags vorbereiten. Denn dein Körper muss im Alltag nicht nur kontrolliert bewegen können. Er muss auch heben, tragen, drücken, ziehen und stabilisieren können.
Aus dieser Idee ist unsere neue 0€ Challenge entstanden: Pilates X Kraft!
Vom 12. bis 16. Oktober verbinden wir fünf Tage lang Pilates mit gezielter Kräftigung. Jeder Tag hat dabei seinen eigenen Schwerpunkt:
- 💪🏼 Upper Body
- 🦵🏼 Lower Body
- 🤍 Core & Beckenboden
- ✨ Pilates
- 🔥 Full Body
Uns geht es nicht darum, dir zu zeigen, ob Pilates oder Krafttraining „besser“ ist. Wir möchten zeigen, wie sinnvoll es sein kann, unterschiedliche Trainingsreize miteinander zu verbinden, angepasst an die Bedürfnisse in der Schwangerschaft und Postpartum.
Wir freuen uns schon riesig darauf!
Bist du dabei? Dann melde dich jetzt für 0 € zur Challenge an: Klick hier zur Anmeldung >>
Deine
Isabel & Vanessa